PROJEKTE

Wir engagieren uns mit unseren Projekten auf lokaler, regionaler und internationaler Ebene und unterstützen Maßnahmen gegen jegliche Form von Gewalt gegen Frauen und Mädchen.

Gründung und Finanzierung von neuen  Dorfschulen im Iran

Mit diesem internationalen Projekt unterstützen wir unsere Clubschwester Dr. Tahereh Sprakel

Seit einigen Jahren beschäftigt sich Tahereh Sprakel mit der Bildungsituation im Iran speziell in ärmeren Gebieten mit geringer Infrastruktur. Im Rahmen dieses Gedanken hat sie seit November 2018 mit der Gründung und Finanzierung von neuen  Dorfschulen in entlegenen Gebieten begonnen.

Die Schulen werden zur Zeit zu 1/3 vom Sponsoren und zu 2/3 vom Schulamt finanziert. Bei der Finanzierung der 1. Schule in der Provinz Hormozgan, im Süden des Landes, hat der SI Club Coesfeld dieses Projekt dankenswerterweise mit 3000 Euro unterstützt.

In dieser Schule werden zur Zeit 90 Schüler in den Klassen 1 bis 6 unterrichtet. Die Lehrkräfte und die weitere Einrichtung der Klassenräume werden zur Zeit von der öffentlichen Hand übernommen.

Inzwischen sind aus diesem Engagement fünf weitere Dorfschulen entstanden.

Mentoring Coesfeld

wurde 2008 von unserer Clubschwester Lore Schorn gegründet und ist ein ehrenamtliches Projekt der Ev.öffentl. Gemeindebücherei in Coesfeld und finanziert sich über Sponsoren.

Ziel dieses Projektes ist die nachhaltige Förderung von Kindern im Grundschulalter durch eine individuelle Betreuung. Die Förderung ist eine 1:1 Förderung:
1 Kind - 1 Mentor.

Über seine Mentorinnen und Mentoren setzt sich Mentoring Coesfeld für die Kinder ein, die mit dem Lesen und Verstehen von Texten große Mühe haben.

Das Förderverständnis umfasst im wesentlichen:

  • Begegnung mit Schrift und Sprache
  • macht Mut zum Lesen und Lernen
  • Freude durch spielerische Elemente
  • Betreuung durch einen persönlichen Mentor je Kind
  • Zeit, die geschenkt wird
  • Persönliche Wertschätzung
  • Begegnung ohne Leistungsdruck
  • Persönlichkeit des Kindes stärken

Hilfe in der Fremde

Seit 2013 haben wir unser lokales Engagement für „Asylsuchende Mütter in Not“ durch das Projekt „Hilfe in der Fremde - Café CoeSIma“ erweitert. Unsere Zielgruppe sind Migrantinnen und Asylantinnen in Coesfeld und Umgebung, die über erste Deutschkenntnisse verfügen.

In Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Coesfeld organisierten wir einen wöchentlich stattfindenden „Sprachtreff“, das Café CoeSIma. Dieser Kurs bot den Teilnehmerinnen über die regulären Sprachkurse für Asylbewerber hinaus die Möglichkeit, ihre deutschen Sprachkenntnisse zu vertiefen (Niveau B1+) und die Integration in unseren Kulturraum sowie ihre persönliche Entwicklung zu fördern. So bestand unter fachlicher Leitung einer Sprachlehrerin auch Gelegenheit zum Austausch über Themen wie „Alltag in Deutschland“ oder „Kulturelle Gemeinsamkeiten und Unterschiede“.

Insgesamt fanden 10 Kurseinheiten zu je 90 Minuten pro Halbjahr, bzw. 20 Einheiten im Jahr statt, die für alle Teilnehmerinnen kostenlos waren. Dazu stellte die VHS Coesfeld kostenfrei Räume in der VHS zur Verfügung.

Clubschwestern unseres Clubs Coesfeld waren regelmäßig bei den Kurstreffen anwesend, um die Sprachlehrerin zu unterstützen oder gemeinsame Aktionen durchzuführen.

Asylsuchende Mütter in Not

Seit Dezember 2005 besuchten Clubschwestern des Clubs Coesfeld Flüchtlingsfrauen vor allem aus Schwarzafrika, die vom Auffanglager Schöppingen aus zur Entbindung ins Coesfelder St.-Vinzenz-Krankenhaus kommen.

Diese Frauen haben oft traumatisierende Erfahrungen wie sexuelle Gewalt, Prostitution, Menschenhandel, Genitalverstümmelung etc. hinter sich und befinden sich fernab der Heimat in extremer Isolation, meist ohne seelische Unterstützung. Im Auffanglager Schöppingen, in das die Frauen mit ihren Babies zurückkehren, stellen sie einen Asylantrag und warten auf einen Transfer in eine Asylbewerberunterkunft in NRW. Irgendwann wird dann entschieden, ob sie in ihr Herkunftsland abgeschoben werden oder nicht.

Insgesamt haben wir in 12 Jahren weit über 300 Frauen besucht, mittlerweile auch aus osteuropäischen und asiatischen Ländern.  Durch unsere Besuche, bei denen wir den Wöchnerinnen z.B. eine warme Babydecke, Anziehsachen für das Neugeborene, Spielzeug oder Lotion für sie selber schenken, erfahren die jungen Mütter bedingungslose menschliche Zuwendung. Das ist im Rahmen des Gesamtsystems das Einzige, was wir für sie in Frauensolidarität persönlich tun können, auch wenn wir gerne mehr helfen würden. Darüber hinaus geben wir immer wieder Sachspenden (Kleidung, Flaschenwärmer, Spielzeug) auf der Sanitätsstation in Schöppingen ab und pflegen guten Kontakt zu dieser Einrichtung.

Im Jahr 2010 zeigten wir den mehrfach mit Preisen ausgezeichneten Kinofilm „Meine Hölle Europa“ von Lukas Roegler im Rahmen der Coesfelder Frauen-Kulturwoche. Der Regisseur war anwesend und wir konnten in der Öffentlichkeit auf die Thematik „Menschenhandel“ aufmerksam machen. Von der Gruppe „Solwodi“ e.V., die vielfache Hilfe für Opfer von Menschenhandel anbietet, hatten wir einige Zeit zuvor eine Referentin zu Gast. Ebenfalls im Jahr 2010 führten wir in der Coesfelder Innenstadt eine Kinderwagen-Sammelaktion für das Auffanglager Schöppingen durch. Im Januar 2012 luden wir Dr. Helen Bömelburg („Stern“-Redakteurin) zu einem öffentlichen Vortrag zum Thema „Genitalverstümmelung“ ein. 2017 erfolgte wiederum eine Kinderwagen-Sammelaktion.

Unser Projekt hat uns selbst und vielen anderen Menschen die Augen geöffnet für weltweite Notsituationen von Frauen in öffentlich stark tabuisierten Bereichen.

Nishta

Unsere Clubschwester Annelie Fabry unterstützt die Organisation Nishta schon seit vielen Jahren. Als eifrige Spendensammlerin sorgt sie auch dafür, dass die Spenden zeitnah in die Projekte investiert werden. Sie ist regelmäßig vor Ort und betreut Nishta auch weiterhin.

„Nishta“ („Vertrauen“) heißt die indische Organisation, die sich rund 25 Kilometer von Kalkutta entfernt für Mädchen und Frauen engagiert, die unter sehr problematischen Bedingungen leben. Die Situation der Frauen dort wird durch folgende Fakten bestimmt:

  • Da indische Frauen oft sehr jung heiraten, sind sie meist nicht aufgeklärt und kennen ihren Körper kaum.
  • Sie ziehen in das Haus der Schwiegereltern. Die Schwiegermutter gibt den Ton an und wünscht sich sehnlichst Enkelsöhne, die den Fortbestand des Hauses garantieren.
  • Die Hygiene und die häusliche Situation sind katastrophal, und der Zusammenhang von sanitärer Hygiene und Gesundheit ist weitgehend unbekannt. Wasser ist knapp und wird aus dem Dorfteich geholt.
  • Oft leiden die Frauen an Mangelernährung. Risikogeburten werden kaum erkannt. Dadurch sind die Totgeburten und die Sterberate der Babys hoch. Blutarmut ist eine häufige Folge.
  • Verhütungsmittel sind weitgehend unbekannt und schwer zu erwerben.
  • Die jungen Mütter und Frauen haben kaum Chancen, sich zu entwickeln und ein sebstbestimmtes Leben zu führen.


Nishta mit ihrer Leiterin Mina Das versucht, die dortigen Frauen zu erreichen und ihnen umfassend zu helfen: bei der Verbesserung ihrer Lebensbedingungen, der Vermeidung ungewollter Schwangerschaften und illegaler Schwangerschaftsabbrüchen, der Vermeidung von Gewalt, und durch die Stärkung des Selbstbewusstseins.

ÜberWasser-Projekt 2019

Nach den gemeinsamen Wasserprojekten der regionalen Clubs in den Jahren 2009, 2014 und 2016 fand 2019 das vierte "ÜberWasser-Projekt" statt. Es wurde von den beiden SI Clubs Dülmen und Münsterland Süd/Nordkirchen gemeinsam für die dreizehn teilnehmenden Clubs der Region organisiert. Beteiligt waren die Clubs Bocholt, Borken/Westfalen, Coesfeld, Dülmen, Emsdetten-Greven-Saerbeck, Meppen/Lingen, Münster, Münster-Mauritz, Münsterland-Süd/Nordkirchen, Osnabrück, Recklinghausen, Reken-Lembeck.

Ziel ist es, das Thema "Wasser" in seiner Vielfältigkeit vor Ort zu entdecken und ins Bewusstsein zu rücken, und zugleich eine konkrete, wasserbezogene Hilfe für Frauen und Kinder in einem afrikanischen Land zu organisieren.

Die Abschlussveranstaltung für das ÜberWasser-Projekt 2019 fand am 4. Mai 2019 auf der Burg Vischering in Lüdinghausen statt. Sie stand unter dem Motto "Wunderwelt Wasser".

2017 unterstützte unser Club das Projekt "Courage" der Coesfelder Organisation frauen e.V.

Mit dem Namen „Courage“ bietet frauen e.V. seit dem 01.04.2017 zusätzlich ein internationales Frauenzentrum an als Anlaufstelle und Treffpunkt für geflüchtete Frauen und für Frauen mit Migrationshintergrund. Die Begegnungsstätte soll allen Frauen unabhängig von Herkunft, Konfession, Alter und Lebensform zur Verfügung stehen. Sie soll einen Schutzraum bieten, und - im Unterschied zu dem Leben in der Unterkunft - eine angenehmere Atmosphäre schaffen, die von Vertrauen und Offenheit geprägt ist.

Das Ziel des Projektes „Courage“ ist es, ein niederschwelliges Angebot zu offerieren, um Frauen miteinander zu vernetzen und sie zur Integration zu befähigen.

Hierfür - aber auch für die Gruppenangebote und Beratungsgespräche, die frauen e. V. für die geflüchteten Frauen und Frauen mit Migrationshintergrund anbieten möchte - sind Sprachmittlerinnen unabdingbar. Für diese Sprachmittlerinnen hat sich gezeigt, dass ein „professionelles“ Übersetzen erforderlich ist, damit die Übersetzerinnen sich distanziert von dem Bericht der Frauen auf das Übersetzen der Äußerungen der Betroffenen konzentrieren. Professionelle Übersetzerinnen kosten ca. 30,00 € pro Stunde. Frauen e.V. stellt zurzeit einen Pool zusammen mit Übersetzerinnen für die am meisten benötigten Sprachen.

Unser Club unterstützte bei diesem Projekt speziell die Finanzierung der Sprachmittlerinnen.

10.000 Euro für das Hospiz Anna Katharina in Dülmen

Das Geld ist bei einer Kunstauktion von Soroptimistinnen und Inner Wheelerinnen im März 2012 in der Kolvenburg in Billerbeck zusammen gekommen. 120 Kunstwerke standen zum Verkauf und 5000 Einladungen wurden verschickt. Von den 120 gespendeten Kunstwerken konnten 118 versteigert werden.

„Mit einem so großen Erfolg hatten wir nicht gerechnet", so Meyer zu Riemsloh. Ein Dank gelte auch dem Kulturamt des Kreises Coesfeld, der die Auktion unterstützt habe.

Christoph Schrey berichtet bei der Übergabe, dass jährlich 150 000 Euro durch Spenden und Beiträge durch den Förderverein gegenfinanziert werden müssten. „Wir freuen uns natürlich, dass sie uns so tatkräftig unterstützt haben", sagt er mit Blick auf die Spendensumme. „Sie haben einen großen Beitrag für die Zukunft des Hospizes in diesem Jahr und in der Zukunft geleistet", ergänzt Deipenbrock.

Klinikclown MAKS

Mit unserem ersten sozialem Projekt 2003 unterstützten wir den "Klinikclown MAKS". Die Niederländerin Marita Wevers-Kolbrink sorgt als Clown MAKS für Abwechslung und Frohsinn im Alltag des St. Vincenz-Hospital in Coesfeld.

Projekte von SI Deutschland auf nationaler Ebene.

Durch die Mitgliederbeiträge und Spenden unterstützt auch unser Club die Projekte von SI Deutschland auf nationaler Ebene. Beispiele sind:

SI Förderpreis
Mentorinprogramm