10 000 Euro an Hospiz Anna Katharina, Dülmen

spende-kunstauktion-hospiz

Soroptimistinnen und Inner Wheel übergeben Erlös ihrer Kunstauktion / Frauen gemeinsam stark

Als Andrea Scheidemann die Summe in den Scheck schreibt, muss Christoph Schrey tief durchatmen. Eine Eins mit vier Nullen trägt die Vorsitzende der Soroptimistinnen (SI) Coesfeld ein. 10 000 Euro, die der Serviceclub gemeinsam mit dem Inner Wheel Club Coesfeld an den Förderverein des Hospizes Anna Katharina spendet. „Das ist der Wahnsinn", sagt Schrey, zweiter Vorsitzender des Fördervereins. Auch Geschäftsführer Hubert Deipenbrock ist beeindruckt: „Meines Wissens nach ist das die höchste Einzelspende, die wir je bekommen haben."
Zusammengekommen war das Geld bei einer Kunstauktion von Soroptimistinnen und Inner Wheel im März in der Kolvenburg in Billerbeck. 120 Kunstwerke standen zum Verkauf. „Allein hätte das einer der Clubs nicht auf die Beine stellen können", betont Jutta Meyer zu Riemsloh, Präsidentin von Inner Wheel Coesfeld. „Es ist toll, was geleistet werden kann, wenn viele Frauen an einem Strang ziehen", ergänzt SIPräsidentin Andrea Scheidemann. So seien zum Beispiel 5000 Einladungen verschickt worden. Von den 120 gespendeten Kunstwerken konnten 118 versteigert werden.
„Mit einem so großen Erfolg hatten wir nicht gerechnet", so Meyer zu Riemsloh. Ein Dank gelte auch dem Kulturamt des Kreises Coesfeld, der die Auktion unterstützt habe.
Christoph Schrey berichtet bei der Übergabe, dass jährlich 150 000 Euro durch Spenden und Beiträge durch den Förderverein gegenfinanziert werden müssten. „Wir freuen uns natürlich, dass sie uns so tatkräftig unterstützt haben", sagt er mit Blick auf die Spendensumme. „Sie haben einen großen Beitrag für die Zukunft des Hospizes in diesem Jahr und in der Zukunft geleistet", ergänzt Deipenbrock.
Schrey erläutert, dass der Förderverein sich auch in Zukunft bemühen werde, das Hospiz und seine Arbeit weiter bekannt zu machen und um Unterstützung zu werben. Die Arbeit des stationären Hospizes stellt im Anschluss Marlies Spinne, die stellvertretende Pflegedienstleiterin, vor. „Wir sind ein fröhliches Haus, trotz aller Schwere", berichtet sie den Besucherinnen. „Hier fließen auch mal Tränen, aber hier wird auch viel gelacht."